Der Produktionsablauf ...

... vom Saft bis zum fertigen Carlemagner.

Bei der für den Charlemagner benötigten Menge Most findet die 1. Gärung statt, aus Apfelsaft entsteht Apfelwein. Der Apfelwein wird gefiltert mit Zucker und speziellen Hefen versetzt, in Sektflaschen abgefüllt und mit Kronenkorken verschlossen. Nun beginnt die 2. Gärung, mit anschließender Lagerung, insgesamt neun Monate. Durch die lange Lagerung bindet sich die Kohlensäure in das Getränk gut ein. Kohlensäure ist ein besonders guter Geschmacksträger von Charlemagner.

Die Herstellung von Charlemagner geschieht durch traditionelle Flaschengärung.

Sie ist sehr arbeitsintensive, fast alle Vorgänge erfordern reine Handarbeit.


Anmerkung: Nur Schaumweine mit mindestens 9 Monate Flaschenlagerung vor dem Degorgieren dürfen mit Traditioneller Flaschengärung ausgezeichnet werden.

Um anschließend die Hefe aus der Flasche zu entfernen (Degorgieren), werden die Flaschen auf Rüttelpulte gesteckt und tagtäglich um 1/8 im Uhrzeigersinn gedreht.

Der Hefesatz in der Flasche wird so gezwungen, innerhalb von 3 Wochen in den Flaschenhals zu wandern um sich unmittelbar über dem Kronenkorken abzulagern, der die Flasche noch immer unter Verschluss hält.


Der über ihr stehende Charlemagner ist nun klar. Der Flaschenhalsgefrierer garantiert ein Einfrieren des Hefepfropfens im Flaschenhals. An dieser Stelle wird die Flasche durch ein Kühlbad mit ca. minus 23 Grad Celsius eingefroren.

Mit einem kräftigen Knall schießt der gefrorene Hefepfropfen augenblicklich aus dem Flaschenhals, sobald der Kronenkorken entfernt wird. Immerhin entsteht ein Druck von bis zu 6 bar.

Mit Hilfe der Dosiermaschine wird Charlemagner nun auf seine Geschmacksrichtung eingestellt. Es gibt zwei Ausbaurichtungen "trocken" und "halbtrocken". Zusätzlich wird die Flasche noch auf ihr vorgeschriebenes Füllmaß 0,75 l aufgefüllt und mit einem Naturkorken verschlossen.